Porzer Dreigestirn 2020

Prinz Freddy I

„Prinz Freddy I. – Frederic Braun“ – so wird es erklingen, wenn der Porzer Prinz der Session 2020 in den Sälen vorgestellt wird. „Prinz wer?“ – wird es dann vermutlich ab und zu aus den Zuschauerreihen zu hören sein. Es haben alle richtig gehört – denn die einen kennen ihn nicht anders – als „Freddy“ und die anderen werden ihn kennen lernen. Frederic Braun wird schon sein ganzes Leben lang „Freddy“ genannt – also ist das schon kein Kosename mehr für ihn, sondern sein Rufname – denn auf Frederic reagiert er schon lange nicht mehr. Mit Prinz Freddy I. werden wir in dieser Session einen Prinzen erleben, der schon seit  seiner Kindheit den Porzer Karneval hautnah erlebt und an vielen Stellen mitgeprägt hat.

Prinz Freddy I. wurde am 27. Juni 1990 im Porzer Krankenhaus geboren und lernte schon kurze Zeit später seinen heutigen Kompagnon im Dreigestirn – Bauer Sven – kennen. Die beiden lernten sich also schon im „Schnulleralter“ kennen.  Er besuchte von 1996 bis ins Jahr 2000 die Grundschule in der Kupfergasse. Nachdem er bis zum Jahr 2007 die Otto-Lilienthal Realschule besuchte, machte Freddy eine Ausbildung zum Kaufmann für Systemlogistik bei Mercedes Benz.

Nach seiner Ausbildung absolvierte Freddy seine Grundausbildung bei der Bundeswehr. Dort wurde er im Jahr 2011 zum Zeitsoldaten ernannt und entschied sich dann, Berufssoldat zu werden und startete seine Feldwebellaufbahn. Als Soldat wurde er zum „Logistik-Experten“ ausgebildet und leitet heute den logistischen Bereich des Straßentransportes in der Luftwaffenkaserne in Wahn.  Verantwortung zu übernehmen, das gehörte schon immer mit zu den Aufgaben von Freddy. Auch bei zwei Auslandsaufenthalten in Incirlik und in Mazar-e-Sharif musste Freddy sein Verantwortungsbewusstsein als Soldat unter Beweis stellen.


Gelernt hat Freddy diese Eigenschaft schon früh – auch im Rahmen seiner karnevalistischen Laufbahn. Freddy entspringt einer wahren Karnevalsfamilie. Beide Großväter waren Gründungsmitglieder der KG Fidele Elsdorfer – sie prägten in den 60er Jahren die Grundzüge des Karnevals in diesem kleinen Porzer Stadtteil. Schon damals wurde in Elsdorf die Tradition geboren, tausende Papierblumen zu binden, um Jahr für Jahr daraus wundervolle Mottowagen zu gestalten, die dann in den Porzer Karnevalszügen präsentiert und bewundert werden. Noch heute gewinnen die Elsdorfer mit dieser Tradition regelmäßig Kreativpreise.  Elsdorf ist die eigentliche Heimat von Freddy – aufmerksame Porzer können ihn dort schon seitlängerer Zeit beobachten, wie er mit eigener Kraft sein Eigenheim ausbaut.

Seine karnevalistische Laufbahn begann Freddy im Jahr 2002 als Kinderprinz. Nachdem er zwei Jahre zuvor schon miterleben durfte, wie sein Bruder als Bauer im Kinderdreigestirn den Porzer Karneval bereicherte, war für ihn sicher, dass er selber auch einmal im Dreigestirn dabei sein wollte. Dieser Traum wurde wahr, als Heinrich Pütz im Jahr 2001 die heutige Kinderprinzengarde im Wohnzimmer der Familie Braun gründete und gleich beschloss, dass Freddy der erste Kinderprinz in dieser neuen Gesellschaft werden sollte. Zuvor tanzte Freddy bereits als Fünkchen in der Vorgängergesellschaft, der Kinderprinzenwache mit und startete damit seine Tanzkarriere im Karneval. In den Folgejahren wurde Freddy nicht nur aufgrund seiner Leidenschaft Vollblutkarnevalist, sondern auch weil er sich für die Geschicke „hinter den Kulissen“ des organisierten Karnevals interessierte. Schon ein Jahr nach seiner Kinder-Regentschaft moderierte Freddy die Proklamation des Kinderdreigestirns im Rathaussaal. Denn damals war schon eins klar: „Der Jung kann schwade“ – des einen Freud, des anderen Leid wurde Freddy zum Bühnenliebling bei den Zuschauern und zum Bühnenschreck bei allen Literaten, die sich um die Einhaltung ihres Zeitplans sorgten. Mit 16 Jahren wurde Freddy Literat der Kinderprinzengarde und zählte damit wohl zu den jüngsten Literaten im Karneval. Er lernte diese Aufgabe von der Pike auf und gestaltete zahlreiche Sitzungen – später auch bei der KG Fidele Elsdorfer. Denn dass der Freddy „was drauf hat“ wurde auch außerhalb der Kinderprinzengarde schnell bemerkt und daher wurden seine Fähigkeiten gerne von den „Elsdorfern“ genutzt. Schon damals lernte Freddy die Situation kennen, dass der organisierte Karneval nicht nur „Spaß“ bedeutet. Eine Gesellschaft erfolgreich zu führen und weiter zu entwickeln ist eine wichtige und nicht immer leichte Aufgabe eines Vorstands. Freddy meisterte hier und da diverse Herausforderungen und konnte so seine Erfahrungen sammeln.

Im Jahr 2012 verschlug es Freddy zu der Sessionseröffnung der Wahner Wibbelstetze. Ein Abend, der die karnevalistische Laufbahn von Freddy nachhaltig verändern und prägen sollte.  Er war von der Art und Weise begeistert, wie diese junge Gesellschaft miteinander feierte und ihren Zusammenhalt zelebrierte. Freddy wurde Mitglied der Gesellschaft und übernahm auch hier vorerst kommissarisch das Amt des Literaten. Seine Erfahrung im Umgang mit „schwierigen Zeiten“ konnte Freddy mit in den Vorstand einbringen und schaffte es, mit Thorsten Cieply in den letzten Jahren eine der erfolgreichsten und größten Tanzgesellschaften und Tanzgruppen im Porzer und Kölner Karneval aufzubauen. Heute werden die Wahner Wibbelstetze auf fast allen großen Bühnen in Köln gefeiert und repräsentieren damit auf beste Art den Porzer Karneval weit über dessen Grenzen hinaus.

Dass in dieser Session die Wahner Wibbelstetze das Porzer Dreigestirn stellen, ist nicht zuletzt auch der Verdienst von Freddy, der in diesem Jahr als Prinz Freddy I. seiner karnevalistischen Laufbahn sicherlich eine Krone aufsetzen wird.

 

Jungfrau Jaci

Wenn die Saalkapelle „Oh wie bist du schön“ anspielt, wird Jungfrau Jaci, Jacqueline Schmitz, wie von alleine über die Bühnen wirbeln und das ausleben, was seit vielen Jahren ihr größtes Hobby ist – das Tanzen!

Ihr prächtiges Ornat wird sie dabei mit vollem Stolz von allen Seiten präsentieren und alle Porzerinnen und Porzer dürfen erleben, wie energiegeladen Jungfrau Jaci ihr Amt im Porzer Dreigestirn ausfüllt. Dieses Jahr wird für Jungfrau Jaci sicherlich der Höhepunkt werden, den sie in ihrem karnevalistischen Leben erreichen wird.

Das erste karnevalistische Erlebnis konnte sie selber gar nicht beeinflussen, sondern wurde ihr völlig zufällig in die Wiege gelegt. An Weiberfastnacht im Jahr 1994 zog es Jacis Mutter nicht zum Feiern auf die Straßen, sondern in den Kreißsaal des Krankenhauses Weyertal, wo sie ihre kleine Tochter Jaci noch am gleichen Tag das Licht der Welt erblicken ließ.

Ob sie schon damals „ne Pappnas“ von der Hebamme aufgesetzt bekam, wurde uns nicht verraten, aber dass sie den Karneval fest in ihrem Blut hatte, bewies sie fortan.

Schon mit vier Jahren tanzte Jaci in der Kindertanzgruppe der Blau-Wiesse Funke Wahn und seit 2011 bei den Wahner Wibbelstetze. Dort hat sie die ganze Entwicklung der Gesellschaft als begeisterte Tänzerin miterlebt und lernte bei zahlreichen Auftritten die Porzer und Kölner Bühnen kennen, auf denen die Wibbelstetze inzwischen ihr großartiges Können unter Beweis stellen. Vielleicht schafft es Jaci auch, ihre Begeisterung für das Tanzen an ihre kleine Nichte weiter zu geben, denn seit diesem Jahr ist Jaci stolze Tante der kleinen Leonie.

Neben ihren Auftritten als Tänzerin dufte Jaci schon einmal eine Session lang die Porzer Karnevalsbühnen sehr intensiv erleben. Mit 13 Jahren wurde Jaci die Jungfrau im Porzer Kinderdreigestirn. Vieles wird ihr eventuell noch bekannt vorkommen, aber als Jungfrau im „großen“ Dreigestirn die Session zu bestreiten, wird sie sicherlich noch einmal ganz anders wahrnehmen. Als echte Porzerin wohnte sie bis 2016 in Eil, dann kurz in Urbach und seit letztem Jahr im Grengel.

Jaci – ausgesprochen „Jacki“ und nicht „Jäcki“ – das ist ihr wichtig – machte eine Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten und später eine Weiterbildung zur Fachberaterin für Tierernährung. Seit 2018 arbeitet sie als Tierpflegerin in der Uniklinik Köln und hat damit ihr zweites großes Hobby zum Beruf gemacht. Jaci liebt Tiere über alles. Sie selber hat einen Hund und eine Katze – eine sicherlich ungewohnte Kombination aber vielleicht ist es ihr besonderes Tierliebhaber-Gen, das dazu führte, dass sich die beiden Tiere heiß und innig lieben und viel miteinander kuscheln.

Dass die beiden keine Probleme machen, ist sicherlich auch dann hilfreich, wenn sich mal nicht Jaci selber um ihre Tiere kümmern kann, weil sie auf Reisen ist. Jaci liebt es, die Welt zu erkunden. Immer neue Orte kennen zu lernen, das ist ihre Motivation. Dabei legt sie größten Wert darauf, niemals zweimal an den gleichen Ort zu reisen.

Einen ihrer größten Wünsche, einmal in einem Käfig zu einem weißen Hai zu tauchen, wollte sich Jaci vor zwei Jahren in Südafrika erfüllen. Leider hatten die weißen Haie damals scheinbar keine Lust, sich zu zeigen und so wird Jaci im Jahr 2021 noch einmal ihr Glück versuchen – dann in Australien und gemeinsam mit ihrem Freund Sebastian.

Ihre künstlerische Ader lebt Jaci nicht in einem Kunstatelier oder an einem Musikinstrument aus – sondern in der Küche. Wenn Jaci zum Backblech greift, wird sie zur wahren Virtuosin der Backkunst. Sie schafft es, nahezu jedes Motiv in eine prächtige Torte zu verwandeln. Ob täuschend echt aussehende Sneakers oder liebevoll gestaltete Autos – alles verwandelt Jaci zu wundervollen Kalorienbomben, die eigentlich niemals gegessen werden dürften. Darum ist es sicherlich auch eine Ehre, zu Jacis Freundeskreis zu gehören und bei dem einen oder anderen Anlass mit einer eigens geschaffenen Kunst-Torte bedacht zu werden. Mal sehen, ob uns unsere Jungfrau Jaci auch in der Session mit dem einen oder anderen karnevalistischen Torten-Kunstwerk überraschen wird.

In jedem Fall werden wir Jungfrau Jaci als fröhliche Repräsentantin des Porzer Karnevals erleben, die mit vollem Stolz ihre gewohnten Farben blau und weiß für eine Session gegen die Farben rot und weiß eintauscht.


Bauer Sven

„Op dem Maat, op dem Maat, Stonn die … Czakallas… als Buure!“ So könnte man das bekannte Lied der „Räuber“ etwas umdichten, wenn es um die Vorstellung des diesjährigen Bauern Sven, Sven Czakalla geht. Denn mit Bauer Sven steht nicht der erste „Czakalla“ auf der Porzer Karnevalsbühne. Bereits 1985 wirbelte Svens Opa Udo als Bauer im Porzer Dreigestirn über die Bühnen. Damit begann schon fast eine Dreigestirns-Dynastie der Familie, wie sie im Porzer Karneval selten vorzufinden ist.

Sven Czakalla passt hervorragend in das diesjährige Porzer Dreigestirn. Denn neben Prinz Freddy I. und Jungfrau Jaci hat auch Bauer Sven schon von Kindesalter an den Karneval erlebt und gelebt.

Sven erblickte am 7. Januar 1990 im Porzer Krankenhaus das Licht der Welt und wuchs gemeinsam mit seinen Eltern und seinen Großeltern im gemeinsamen Haus in Urbach auf. Nur wenige Meter von seinem Elternhaus entfernt besuchte Sven die Grundschule Kupfergasse, in der er gemeinsam mit Prinz Freddy die Klassengemeinschaft unsicher machte. Nach der Grundschule führte ihn seine schulische Laufbahn zur Max-Plank-Realschule und danach zum Schulzentrum nach Zündorf. Nach seinem Schulabschluss absolvierte Sven eine Ausbildung zum KFZ Mechatroniker in einem Porzer Autohaus und bei der Bundespolizei.
Seit 2013 arbeitet Sven beim Flughafen Köln/ Bonn. Zuerst als KFZ Mechatroniker und dann in der Technischen Störstelle.

Svens größte Leidenschaft ist der Fußball. Schon früh nutze Sven jede freie Minute, um mit dem Ball zu spielen und so vergaß er regelmäßig, dass er nach der Schule den Heimweg antreten sollte und musste deshalb nicht selten sein Mittagessen kalt zu sich nehmen.

In seiner „kölschen“ Entwicklung muss insofern etwas schiefgelaufen sein, dass er nicht Fan des großen Clubs mit einem Geißbock ist, sondern von einem gelb/schwarzen Club aus dem Ruhrpott. Seit seinem dritten Lebensjahr spielt Sven erfolgreich beim RSV Urbach. Er konnte dort in den letzten 25 Jahren zahlreiche sportliche Erfolge feiern – teils auch gemeinsam mit seinem Kumpel und heutigen Prinzen Freddy, der innerhalb der Mannschaft liebevoll „der Tower“ genannt wurde. Sven ist bis heute aktiver Spieler beim RSV Urbach und war auch engagierter Trainer im Jugendbereich.

Svens karnevalistische Farben sind seit seinem dritten Lebensjahr blau/weiß. Seine Ur-Großeltern und seine Tante Lilo, liebevoll „Lotti“ genannt, sorgten dafür, dass Sven als kleines Kind in Uniform bei der KG Blau-Wiesse Funke Wahn den Karneval erlebte. Die Entscheidung ob Tänzer, oder Fußballer entschied Sven ganz klar für den Ballsport und somit wurde seine karnevalistische Laufbahn zwar als Gardist fortgeführt, aber nicht als Tänzer. Schon zu dieser Zeit lernten sich Jungfrau Jaci und Sven als Kinder bei der KG Blau Wiesse-Funke Wahn kennen. Jaci wirbelte als Tänzerin über die Bühne und Sven „bewachte“ als stolzer Gardist die Tanzgruppe. Wenn Sven nicht als Bauer im Dreigestirn unterwegs ist, begleitet er seine „Funken“ sehr gerne als Offizier bei den Auftritten der Garde und der Tanzgruppe.

2013 lernte Sven bei der KG Blau-Wiesse Funke Wahn seine heutige Verlobte Patrizia kennen. Sven lässt es sich nicht nehmen, sein besonderes Jahr als Bauer im Porzer Dreigestirn damit zu krönen, noch wenige Tage vor der Proklamation seiner „Patti“ das Ja-Wort zu geben.

Seine Verlobte und sein Kumpel Freddy waren auch der Grund dafür, dass Sven im Jahr 2016 die Wahner Wibbelstetze kennen lernte. Auch dort ist Sven mittlerweile Mitglied und unterstützt unter anderem als Teil der „Wibbelkerle“ die Tanzgruppe.

Das Jahr 2020 wird ein ganz besonderes Jahr für Sven und seine Familie. Nachdem sein Vater Rainer im Jahr 2014 als Prinz im Porzer Dreigestirn die Porzer Jecken regieren durfte, wird nun Bauer Sven in dritter Generation mit ganzem Stolz als Teil des Dreigstirns den Porzer Karneval repräsentieren.

Zu finden sind die Drei ab sofort regelmäßig bei Facebook und Instagram.

#allerjeilezick

 

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