Porzer Dreigestirn 2019

Prinz Markus I. Jungfrau Helene Bauer Dennis

 

Prinz Markus I. (Galle)

Nein, das karnevalistische Gen wurde Markus, dem langjährigen Präsident der KG Poorzer Nubbele e.V., ganz sicher nicht schon in die Wiege gelegt. Zwar wurde er am 14.07.1978 im Porzer Krankenhaus geboren und ist somit der einzige waschechte Porzer im Trifolium 2019, aber eine närrische Familienhistorie sucht man bei ihm vergebens. Die karnevalistische Karriere begann erst im Jahre 2004, als er gemeinsam mit einigen Freunden die o.g. Gesellschaft gründete. In relativ kurzer Zeit konnte sich der Verein mit vielen Veranstaltungen im Porzer Karneval etablieren und stellt heute eine der größeren Gesellschaften im Festausschuss Porzer Karneval dar.

Seine Eltern, Roswitha und Wolfgang, ließen ihn in St. Bartholomäus in Urbach taufen und die Familie wohnte fortan viele Jahre im sogenannten Dreiländereck zwischen Porz, Eil und Urbach am Porzer Freibad in der Königsberger Str. 1985 wurde Markus in die Don-Bosco-Grundschule eingeschult, anschließend besuchte er das Stadtgymnasium Porz und die Realschule Zündorf, wo er seinen Schulabschluss mit der mittleren Reife abschloss.

Seine Ausbildung begann Markus 1997 als Stadt-assistent bei der Stadtverwaltung Köln. Nach erfolgreich absolvierter Ausbildungszeit und einem kurzen Einsatz im Ordnungsamt Porz schloss ein einjähriges Intermezzo bei der Bundeswehr, zunächst im fernen Holzdorf in Sachsen Anhalt, anschließend bei der Stammdienststelle der Luftwaffe an der Brühler Landstr. in Köln-Raderthal, an. Beruflich folgten viele Jahre im Außendienst des Bezirkssozialamtes Porz. Zu dieser Zeit war Markus bereits Teil des Karnevalskreises des Bezirksrathauses Porz, der die heute noch bestehende und durch die Poorzer Nubbel fortgeführte Wieverfastelovendsparty im Porzer Rathaussaal veranstaltete. Im Jahr 2006 wurde Markus Leiter des rechtsrheinischen Außendienstes des Zusammenschlusses von Sozialamt und Arbeitsagentur und wechselte 2012 in den Wohnungsversorgungsbetrieb der Stadt Köln. Seit dem Jahr 2016 ist Markus im Dezernat für Allgemeine Verwaltung, Ordnung und Recht im Bereich der Straßen- und Grün-flächennutzung und des Veranstaltungs-services tätig.

Markus Leidenschaft und Engagement begrenzt sich aber nicht nur auf den Karneval. Bereits in frühen Jahren entdeckte er die Liebe zur Musik, spielte in der Schulband und ab 1997 in verschiedenen Formationen die Gitarre. Zu dieser Zeit organisierte er gemeinsam mit seinem Freundeskreis regelmäßig Discoveranstaltungen im Bürgerzentrum Engelshof und war dort zeitweise im Vorstand aktiv. Im Jahr 2002 absolvierte Markus nebenbei die Ausbildung zum Musikkaufmann an der Wirtschaftsakademie am Ring. Seine hier gewonnenen Erfahrungen konnte er unter anderem im Ausschuss des Porzer Inselfestes einbringen, dessen Teil er in den Jahren 2014-2016 war. Ab dem Jahr 2014 sah man Markus nicht mehr nur als Präsident auf den Bühnen, sondern auch gemeinsam mit den Kollegen der von ihm mitbegründeten Band „Kölsch Royal“. Während der Session 2019 wird er dort durch Armin Lesser ersetzt.

Gemeinsam mit seiner Frau Sandra, die er im Jahr 2009 heiratete und seinem neunjährigen Sohn Mischa, wohnt Markus seit dem Jahr 2005 in Porz-Mitte. Ebenfalls wie Markus sind die Beiden Mitglieder in der Karnevalsgesellschaft Poorzer Nubbele e.V., die im Jahr 2019 ihr 15-jähriges Jubiläum feiert. Sein Präsidentenamt lässt Markus in der kommenden Session ruhen, um gemeinsam mit Jungfrau Helene und Bauer Dennis als Prinz Markus I. die Botschaft des närrischen Frohsinns in den Porzer Sälen und Straßen zu verbreiten.

Nach einer langen und intensiven Vorbereitungszeit wird Prinz Markus I. am 11. Januar die Pritsche übernehmen und seine leidenschaftliche Energie in knapp 150 Auftritten und Terminen ausleben können. Der Festausschuss Porzer Karneval wünscht Prinz Markus I. eine wundervolle Session und dass die Wünsche, die er mit seiner Zeit als Prinz im Porzer Dreigestirn verbindet alle in Erfüllung gehen.

 

Jungfrau Helene (Benz)

„Ran an de Buletten!“ – ob das wohl der Antrieb war, den unsere Jungfrau Helene vor drei Jahren dazu brachte, bei den „Porzer Nubbele“ ihre Idee zu verfolgen, als Jungfrau im Porzer Dreigestirn eine Karnevalssession zu erleben? So - oder so ähnlich könnte es zumindest gewesen sein. Denn die Wurzeln von unserer Jungfrau im Porzer Dreigestirn 2019 liegen in der Hauptstadt Berlin.

Dort wurde Helene Benz am 16. Juni 1999 geboren. Bis zum Jahr 2007 verbrachte Helene ihre Kindheitstage in Berlin und erlebte dort eine wachsende und florierende Metropole. Umso stolzer wird Helene wohl sein, wenn sie am 31. Januar 2019 in ihrem Ornat aus dem Flugzeug steigt und wieder den Boden ihrer Geburtsstadt betritt. An diesem Tag wird das Porzer Dreigestirn den Deutschen Bundestag besuchen und  - so wurde es bereits angekündigt – mit Prinz Markus I. und Bauer Dennis den Porzer Karneval als rheinische Botschafter gebührend an der Spree feiern.

Das Feiern gehört bei Helene zu ihren Lieblings­hobbys und wer bereits im Sommer unsere designierte Jungfrau auf dem einen oder anderen Fest erleben durfte, konnte sich persönlich davon überzeugen, dass Helene eine Person ist, die die Fröhlichkeit offen auslebt und damit die Menschen in ihrem Umfeld geradezu damit ansteckt.

Zu ihren weiteren Hobbys zählt auch das Singen. Dürfen wir gespannt sein, ob wir in der Session von Helene das eine oder andere Karnevalslied live vor oder nach ihren Auftritten dargeboten bekommen.Zudem liebt sie das Autofahren. Das darf sie allerdings nicht in der Session ausleben. Als Jungfrau wird Helene selbstverständlich von Termin zu Termin chauffiert.

Als Helene im Jahr 2007 nach Porz zog, lernte sie den Porzer Karneval bei den „Karnevals Idealisten Bottermaat“ kennen. Sie durfte schon als Kind im Porzer Rosensonntagszug mitgehen und entdeckte spätestens dort ihre Liebe zum Karneval.

In Porz besuchte Helene die Grundschule und wechselte dann auf das Lessing Gymnasium nach Zündorf. Als bekannt wurde, dass Helene die Jungfrau im Porzer Dreigestirn 2019 sein würde, wurde schnell klar, dass zwei Ereignisse im Sommer davor ein wenig miteinander kollidieren würden. Traditionell werden die Verträge zwischen dem Festausschuss Porzer Karneval und dem designierten Dreigestirn vor den Sommerfesten der Mitgliedsgesellschaften unterschrieben. Dadurch haben die zukünftigen Tollitäten die Chance, sich bereits in der „Sommersaison“ gebührend vorzustellen. Allerdings befand sich Helene im Sommer 2018 mitten im Prüfungsstress für ihr Abitur. Schnell merkte man auch hier, dass dieser Umstand Helene nicht aus der Bahn wirft. Mit unbändiger Freude präsentierte sich Helene im Mai 2018 zur Vertragsunterzeichnung. Kurz danach meisterte sie die Prüfungen zum Fachabitur.

Die „Poorzer Nubbele“ sind als Familiengesellschaft im Porzer Karneval fest verwurzelt und gehören mit zu den größten Gesellschaften im FAS. Die Herzlichkeit unter den Mitgliedern zeichnet die „Porzer Nubbele“ besonders aus. Damit ist Helene als Jungfrau eine hervorragende Vertreterin für ihre Gesellschaft. Ihre Herzlichkeit gegenüber ihren Mitmenschen spürt man sofort, wenn man ihr begegnet.Diese Herzlichkeit möchte Helene auch in Zukunft den Menschen nahebringen.

Im Oktober begann sie ihre Ausbildung zur Krankenschwester im Porzer Krankenhaus. Da das Porzer Dreigestirn traditionell auch im Porzer Krankenhaus Auftritte absolviert, werden ihre zukünftigen Kolleginnen und Kollegen „ihre“ Auszubildende Helene schon im ersten Ausbildungsjahr so erleben, wie sie alle Porzerinnen und Porzer auf den Bühnen, in den Kneipen und im Straßen­karneval erleben werden – als fröhliche und engagierte Jungfrau mit dem Herzen am richtigen Fleck!

 

Bauer Dennis (Wodarz)

Hey guys, yes it´s true, I´m an American!  So wird es klingen, wenn die Porzer Jecken unseren Bauern Dennis auf seinen nicht zu überhöhrenden Dialekt ansprechen. Genaugenommen ist unser Bauer Dennis Doppelstaatsbürger. Seine Eltern sind im Alter von 19 Jahren von Deutschland in die USA ausgewandert. Chicago hatte Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre einen großen deutschen Zuwandererkreis, wo sie sich schließlich kennengelernt haben. So erblicke Dennis Wodarz 1961 in Chicago Illinois das Licht der Welt.

Die ersten 5 Jahre seines Lebens verbrachte er im Stadtteil Lincoln Park. Danach zog er mit seiner Familie nach Mount Prospect, einen Vorort von Chicago. Dort ist er mit seinen zwei Brüdern Peter und Martin aufgewachsen und machte seinen High School Abschluss.  An der University of Illinois erwarb Dennis seine  Bachelor Abschlüsse in Mathematik, Computer Wissenschaft und „Germanik Languages and Literature“ (Deutsche Sprache und Literatur), und später seinen Master in Computer Wissenschaft.

Während seiner High-School-Zeit arbeitete  er für die Kinderliga der Gemeinde als  Fußballschiedsrichter und als Verkäufer bei Montgomery Wards in der Spielwarenabteilung. Seinen ersten „richtigen“ Job nach der Uni bekam Dennis bei AT&T Bell Laboratories. Dort half er bei der Entwicklung des Computer Betriebssystem UNIX. Seine ersten E-Mails verschickte er 1981. Eine E-Mail, die er im Jahr 1982 geschrieben hat, ist immer noch im Internet zu finden!

1989 hatte Dennis das „Schietwetter“ in Chicago (the windy city) endlich leid und ist nach Phoenix in Arizona (the valley of the sun) gezogen. Hier hat er für einige Start-Up Firmen, die von Motorola finanziert wurden, gearbeitet. Bei einigen davon, die am Ende über 100 Mitarbeiter beschäftigten, war er unter den ersten 10 führenden Mitarbeitern. Dennis ist der Entwickler von drei Amerikanischen und Europäische Software-Patenten.

In Arizona, wo man das ganze Jahr lang draußen sitzen und rauchen kann, ist er in den Genuss von Zigarren gekommen. Dennis findet eine gute Zigarre sehr entspannend und raucht gerne mal eine, sobald sich eine Gelegenheit bietet. Wie viele Gelegenheiten er dazu in der Session haben wird, werden wir abwarten müssen. In 2003, nach 2 Jahren als selbständiger Berater für Software-Urheberrecht, wurde es ihm in den USA zu langweilig und Dennis beantragte die Deutsche Staatbürgerschaft, um in Europa nach Arbeit zu suchen. Nach einigen Jobs als Berater, wurde ihm das Angebot gemacht, eine deutsche Niederlassung einer Firma für Datenrettung und Computer Forensik aufzubauen. Ein Büro in Köln-Porz war schon angemietet und so verschlug es Dennis nach Porz.

Seit April 2004 ist Dennis nun „Porzer“. Zufall oder Schicksal? Dennis vermute „Schicksal“! Zuerst erkundete er in seiner Freizeit die Lage in Porz. Damals gab es noch eine relativ lebendige Fußgängerzone, Karstadt, und Kneipen wie z.B. „Om Buttermaat“, „die Porzer Lobby“ und „Pipos Pinte“. Ab und zu „landete“ Dennis in der „Lobby“, um Darts zu spielen. Dort traf er auch Markus, Samy und Thomas.

Im Frühling 2004 waren die drei gerade dabei einen neuen Karnevalsverein, die „Poorzer Nubbele“  zu gründen. Dennis war von der Idee sofort begeistert und dachte, das wäre die perfekte Gelegenheit, um neue Leute kennenzulernen und einen Einblick in das Kölsche Brauchtum zu erhalten.  So wurde Dennis die „Nummer 14“ der Gründungsmitglieder der „Poorzer Nubbele“, worauf er heute sehr stolz ist. Im Nachhinein ist auch alles so gekommen, wie er es sich vorgestellt hat. Dennis lernte viele tolle Porzerinnen und Porzer kennen und er ist sehr froh, einige davon als gute Freunde bezeichnen zu dürfen. Auch der Porzer Karneval mit seinen vielen Traditionen ist ihm mit den Jahren sehr ans Herz gewachsen und er ist sehr glücklich an keinem anderen Ort in Europa gelandet zu sein.

Nun, 14 Jahre nach seiner Ankunft in Porz, wohnt er mit seiner Freundin Kathrin und seinen zwei Katzen Nero und Ramses in der Fußgängerzone von Porz-Mitte und arbeit als Computer Forensiker (EDV Sachverständiger) bei „Ernst & Young“. Die „Nubbele“ haben mittlerweile über 200 Mitglieder und Dennis ist Ratssprecher des Nubbelrats.

Als Kind hat Dennis natürlich noch nicht davon träumen können, einmal Teil des Dreigestirns zu sein, da ihm dieser Brauch noch nicht bekannt war. Heute empfindet er es als eine sehr große Ehre den Bauern, in dem von den „Poorzer Nubbelen“ erstmalig gestellten Dreigestirn, verkörpern zu dürfen. Dennis ist voller Vorfreude auf die Session und wird mit viel Freude und Engagement das an Herzlichkeit zurückgeben, was er selber erleben durfte, als er nach Porz gekommen ist.

 

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