Porzer Dreigestirn 2018

Peter Voosen Michelle Allmich Karl-Heinz Kranz

Bilder: Foto Stepahn

Das designiert Porzer Dreigestirn 2018

 

Prinz Peter II.


Einen Einmarsch in einen großen Saal, die Bühnenluft schnuppern, ein Mikrofon in der Hand halten – alles das kennt Peter Voosen schon seit einiger Zeit – allerdings nicht als Prinz Peter II., sondern als Kommandant der KG Blau-Wiesse Funke Wahn von 1948. Dieses Amt wird Peter Voosen in dieser Session nicht ausüben können. Er hat für ein paar Monate das Amt an den Prinzen aus dem Jahr 2016 übergeben. Norbert Pluchino wird die Garde in der Jubiläumssession der Blau-Wiesse Funke Wahn als Kommandant anführen. In dieser besonderen Session wird Peter Voosen als Prinz Peter II. durch die Säle ziehen und gemeinsam mit Jungfrau Michelle und Bauer Karl-Heinz den Karneval aus der prominentesten Perspektive erleben.

Peter Voosen wurde am 29. Mai 1959 in Porz-Wahn geboren und ist ein echter „Poorzer Jung“. Seine Eltern Margarete und Josef zogen ihren Sprössling wohlbehütet in Lind auf, ließen ihn in der Wahner Kirche taufen und 1965 in der Grundschule in Wahn einschulen. Nachdem Peter im Jahr 1974 an der Hauptschule in Wahn seinen Schulabschluss machte, verlegte er seinen Lebensmittelpunkt von Lind nach Wahnheide.

Schon sein ganzes Leben lang spielt der Motorsport eine wichtige Rolle. Er ließ schon früher keine Gelegenheit aus, Rennwagen zu beobachten, Autos unter die Haube zu schauen und aus Motoren absolute Spitzenwerte herauszuholen. Daher lag seine Entscheidung auch nicht fern, im Jahr 1975 eine Ausbildung zum KFZ Mechaniker zu beginnen, die er drei Jahre später erfolgreich beendete. Peter nutzte weiterhin jede Minute, seine Zeit mit Autos und dem Rennsport zu verbringen. So verdiente er 10 Jahre lang als KFZ Mechaniker sein Geld und in seiner Freizeit legte er den Schraubschlüssel auch nicht aus der Hand. Peter war als Mechaniker beim Langstreckenpokal auf dem legendären Nürburgring tätig und unterstütze so die Rennfahrer bei zahlreichen Erfolgen. Sein beruflicher Werdegang wechselte Ende der 80iger Jahre in den logistischen Bereich. So wurde Peter Lagerleiter – zuerst im KFZ Bereich, später bei einem großen Logistikdienstleister. Auch in dieser Zeit ließ er seine sportliche Leidenschaft für den motorisierten Rennsport niemals aus dem Auge.

Spätestens bei den 24-Stunden-Rennen in der Eifel wollte Peter den Rennsport auch einmal aus der Perspektive des Rennfahrers kennen lernen und wechselte regelmäßig ans Steuer. Noch heute ist Peter leidenschaftlicher Rennfahrer und fährt mit seinem eigenen Rennkart bei Spitzengeschwindigkeiten von über 180 km/h durch die Kurven. Neben dem Rennsport schlägt Peter auch gerne mal beim Tennis eine etwas ruhigere Kugel.

Peters Gradlinigkeit ist unverwechselbar und diese Art verfolgt er schon sein ganzes Leben lang. Spätestens seitdem er im Jahr 1990 seine Frau Birgit heiratete, verlief auch sein Privatleben ganz nach Plan. Der heutige Wohnsitz der Familie Voosen wurde im Jahr 1992 erbaut und bereits zwei Jahre später erblickte Sohn Sascha das Licht der Welt.  1998 folgte Sohn Dominik. Wie es sich für eine echt Porzer Familie gehört, fühlt sich Familie Voosen schon seit vielen Jahren dem Porzer Karneval eng verbunden. Ihre Heimatgesellschaft, die Blau-Wiesse Funke Wahn ist für alle Familienmitglieder der „Voosens“ wie eine zweite Familie geworden. Es gibt kaum eine Veranstaltung, bei denen sie nicht anwesend sind. 
Birgit Voosen ist Mitglied der Marketenderinnen und die beiden Söhne tanzen im Gardekorps. Vor zwei Jahren wurde Peter Kommandant der Gesellschaft. Als sich die Gesellschaft entschied, anlässlich ihres 70-jährigen Jubiläums das Porzer Dreigestirn zu stellen, war für Peter schnell klar, dass er sich nichts Schöneres 
vorstellen könnte, als Peter II. nicht nur seine Gesellschaft im höchsten Amt repräsentieren zu wollen, sondern auch den gesamten Porzer Karneval.

Mit viel Liebe zum Detail verbringen Prinz Peter II., Bauer Karl-Heinz und Jungfrau Michelle gemeinsam mit ihrer gesamten Equipe schon viele Monate damit, ihre besondere Session vorzubereiten. Sie möchten ihre eigene Begeisterung in alle Säle bringen und mit ihrer guten Laune alle Jecken anstecken.  Am 5. Januar 2018 wird Prinz Peter II. mit vollem Stolz seine Insignien übernehmen und die große Vision „Dreigestirn“ Wirklichkeit werden lassen.

 


Jungfrau Michelle


Das Porzer Dreigestirn hat traditionsgemäß natürlich auch eine Jungfrau in seinen Reihen – allerdings nicht wie bei den „Kölnern“ ein Mann, sondern eine Frau.  So wird pro Session bis zu zweihungert Mal die Begrüßung anmoderiert: „Wir dürfen vorstellen, das Schönste, was Porz zu bieten hat, unsere Jungfrau ....“ - in diesem Jahr wird dann „Michelle“ Allmich ihren Namen hören, nach vorne treten und sich zu den Klängen der Musik von „oh wie bist du schön“ mit vollem Stolz auf den Bühnen der Porzer Veranstaltungen präsentieren. Auf ihrem Ornat strahlt das Porzer Wappen. Es gehört zu Michelle, wie sie zu Porz gehört. 

Michelle Allmich wurde am 25.11.1993 im Krankenhaus Porz geboren und verbringt schon ihr gesamtes Leben mit ihren Eltern Claudia und Harald und ihrem Bruder Marcel im schönen Porz. Ihr Lebensmittelpunkt liegt im Stadtteil Urbach. Hier wurde Michelle zur Jahrtausendwende in der Grundschule Kupfergasse eingeschult.

Ihren Schulabschluss erreichte Michelle im Jahr 2010 an der Lise-Meitner Gesamtschule in Finkenberg mit der Fachoberschulreife.  Direkt im Anschluss an ihre schulische Laufbahn absolvierte Michelle eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation.

Schon während ihrer Grundschulzeit wurde Michelle zur echten Karnevalistin. „Ich ben ne Räuber“ war in dieser Zeit sicherlich ihr Lieblingslied. Denn Michelle tanzte begeistert im Kindertanzcorps der KG Urbacher Räuber und machte so bereits im Kindesalter ihre ersten Bühnenerfahrungen. Vermutlich entwickelte sich auch schon in den früheren Jahren ihr Wunsch, einmal als Jungfrau im Porzer Dreigestirn die Bühnen betreten zu dürfen. Dieser Wunsch geht nun in Erfüllung. Gemeinsam mit Prinz 
Peter II. und Bauer Karl-Heinz bestreiten die Drei schon seit vielen Wochen ein intensives Vorbereitungsprogramm. Nichts soll in der Session dem Zufall überlassen werden. All das passt zum Naturell von Jungfrau Michelle. Sie ist sehr sorgfältig und immer bemüht, zielorientiert alle Pläne umzusetzen.

Ihre Herzlichkeit und Fröhlichkeit ist bestechend. Sie versprüht zu jeder Zeit gute Laune und das ist wahrlich ansteckend für ihr gesamtes Umfeld.  Ihr großes Herz hat sie insbesondere auch für die Tierwelt entdeckt. Sie ist schon das ganze Leben lang gemeinsam mit Tieren aufgewachsen – egal ob Hunde, Katzen oder Kleintiere. Für Michelle sind Tiere nicht nur liebe Begleiter im Alltag, sondern richtige Familienmitglieder. So hat sie ihre Begeisterung für Tiere und insbesondere Hunde auch zu ihrem Beruf gemacht. Michelle arbeitet als Hundebetreuerin in Neuss und Köln und so kommt es auch schon einmal vor, dass Michelle mit einem vierbeinigen Begleiter zum Training des Dreigestirns erscheint.  Ob sich Michelle auch in der Session von einem „Equipehund“ begleiten lässt, bleibt abzuwarten.

In ihrer Freizeit verfolgt Michelle sehr gerne die schnellen Bewegungen ganz anderer 
Lebewesen – von „Haien“. Sie streift sich gerne ihr Trikot über und besucht in der Arena in Deutz die Heimspiele des KEC. Vielleicht schafft sie in der Session auch ein Besuch der Haie im Ornat – ein mit Sicherheit unvergesslicher Moment. Neben dem Sport kann 
Michelle beim Lesen zur Ruhe kommen.

Am Wochenende oder an Abenden nach ihrer Arbeit kann man Michelle bei diversen Veranstaltungen treffen, wenn sie ihrem ehrenamtlichen Engagement nachgeht. Sie arbeitet seit mehreren Jahren mit großer Begeisterung beim Roten Kreuz und unterstützt dort mit ihren Kolleginnen und Kollegen die Rettungssanitäter bei Veranstaltungen oder hilft bei Blutspendeterminen.

In dieser Session feiert die KG Blau-Wiesse Funke Wahn von 1948 ihr 70jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass stellt die Karnevalsgesellschaft das Porzer Dreigestirn. Der Senat der Gesellschaft hatte bereits mit Prinz Peter II. und Bauer Karl-Heinz die richtigen männlichen Protagonisten für diese hohen Ämter des Karnevals gefunden und konnten die Reihe mit Jungfrau Michelle nach ihrem Eintritt in die Gesellschaft im Jahr 2016 optimal komplettieren. Bereits bei der Vertragsunterzeichnung im Mai und den zahlreichen Veranstaltungen im Sommer wurde schnell deutlich, dass sich mit diesen drei Persönlichkeiten ein Team gefunden hat, das den Porzer Karneval hervorragend in der 
Öffentlichkeit repräsentieren wird.

 

Bauer Karl-Heinz


Karl-Heinz Kranz ist zwar der einzige „Immi“ (Hochdeutsch: Zugezogener) im diesjährigen Dreigestirn, allerdings waren weder Prinz Peter II., noch Jungfrau Michelle bisher so „nah“ an einem Porzer Dreigestirn, wie er. Die KG Blau-Wiesse Funke Wahn von 1948 feiert ihr zweites Jubiläum innerhalb von fünf Jahren. Wie das geht? Ganz einfach – vor vier Jahren gab es das 66jährige Bestehen der Gesellschaft und in diesem Jahr den 70. Geburtstag.

Auch im Jahr 2014 stellten „Blau-Wiesse 
Funke“ das Porzer Dreigestirn und damals gab es schon eine echte „Kranz“ im Trifolium. Jungfrau Eileena (Kranz) begeisterte nicht nur die Porzer Jecken, sondern auch ihren Vater! Spätestens seit dieser Zeit war es für Karl-Heinz klar, dass er auch einmal im Ornat durch die Säle ziehen möchte.

Karl-Heinz wurde nicht mit rheinischem Karnevalsblut in den Adern geboren. Seine Heimat liegt 333 Kilometer weit entfernt. Karl-Heinz wurde am 28. Juli 1961 in der Nähe von 
Hildesheim, im beschaulichen Städtchen Borsum geboren und wuchs dort mit seinen Eltern und seinen zwei Geschwistern auf. 1968 wurde Karl-Heinz in Borsum eingeschult und besuchte ab dem Jahr 1972 das Altsprachliche Gymnasium in Hildesheim. Seinen Schulabschluss beendete er mit der mittleren Reife.

Wer Karl-Heinz kennenlernt, der versteht schnell, dass mit ihm zwar zu spaßen ist, allerdings nur in privater Hinsicht. „Pferde klauen“ kann er genauso wie „Fünfe gerade sein lassen“ – aber sobald er sich seinen Helm aufzieht und mit seinem Motorrad losfährt, ist Karl-Heinz mit vollem Ernst bei der Sache. Als Motorradpolizist ist Karl-Heinz auf den Straßen Kölns anzutreffen.

Die Polizeilaufbahn von Karl-Heinz begann im Jahr 1979, als er eine Ausbildung zum Polizeiwachtmeister im Bundesgrenzschutz absolvierte. Schon immer war Karl-Heinz technisch interessiert und so konnte er seine Fähigkeiten in den Beruf mit einbringen. Als Lichtmastbeleuchter, Taucher, Schweißausbilder, Sprenghelfer oder Kampfmittelräumer entwickelte sich Karl-Heinz zum wichtigen Spezialisten im Polizeidienst und wurde daher im Jahr 1985 zum Auswärtigen Amt abgeordnet. Er arbeitete für die Sicherheit an der Deutschen Botschaft in Moskau und genoss eine Sonderausbildung bei der GSG 9 und beim Bundesnachrichtendienst.

1987 wechselte Karl-Heinz ins Rheinland. Zuerst war er Mitglied einer Hundertschaft und später begann er seinen Dienst als Polizist in Bayenthal und Rodenkirchen. Seinen rheinischen Wohnsitz wählte Karl-Heinz von Anfang an in Porz, wo er mit seiner Frau Corinna, die er 1986 in Hildesheim kennen lernte, heimisch wurde. 1990 
erblickte zuerst Tochter Eileena, 1992 Sohn Jastin und 1997 Tochter Kiana im Porzer Krankenhaus das Licht der Welt. Porz wurde für Karl-Heinz immer mehr zum Lebensmittelpunkt. Er wechselte im Jahr 1992 zur Polizeiwache in der Mühlenstraße und ist seitdem im unermüdlichen Einsatz für die Gerechtigkeit. Im Jahr 1999 wurde die Familie Kranz in Wahnheide im eigenen Haus sesshaft.

Von dort aus haben sie auch die Liebe zum Porzer Karneval entdeckt. Zusammen sind Corinna und Karl-Heinz Mitglieder der KG Blau-Wiesse Funke Wahn. Seit 2007 ist Karl-Heinz Mitglied im Senat. Dort lernte er auch „seinen“ Prinzen Peter II. kennen, mit dem er in diesem Jahr durch die Säle ziehen wird. Seine Kolleginnen und Kollegen wird er in der Zeit eher selten zu Gesicht bekommen.  Denn als Bauer des Porzer Dreigestirns ist es seine ursprüngliche Aufgabe für die Sicherheit von Porz zu sorgen. Dafür hat Karl-Heinz den Dreschflegel dabei. Und wenn es mal etwas „brenzliger“ wird, werden seine Kolleginnen und Kollegen sicherlich gerne zur Verfügung stehen. Das bewiesen sie bereits im Mai, als die gesamte Equipe mit einer Polizeieskorte zur Vertragsunterzeichnung vorfahren durfte. Spätestens beim Höhepunkt der Session, dem Porzer Rosensonntagszug werden wieder viele Kolleginnen und Kollegen dafür sorgen, dass das Porzer Dreigestirn ungestört durch die Porzer Straßen fahren und viele tausend „Kamelle“ dem jubelnden Volk zuwerfen kann.

Bauer Karl-Heinz wird mit großem Stolz und voller Leidenschaft den Bauer im Porzer Dreigestirn 
repräsentieren. Spätestens wenn die Musik des Bauern zur Vorstellung erklingt, werden alle 
Jecken sehen und spüren, mit wie viel Energie Bauer Karl-Heinz die Session und damit den 
traditionellen Karneval erlebbar machen wird!

 

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